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Donau-Wald-Fahrzeuge9

 Mit dem Wohnmobil durch Europa.  

  Ideen für neue Fahrzeuge und erleichterten Zugang zur Schiene.

Wohnmobilzug = utopisch?
Klingt utopisch, zugegeben. Aber warum sollte dies nicht möglich sein? Im Zeitalter des “diskriminierungsfreien Zugangs” zum Bahnnetz eigentlich selbstverständlich. Die Probleme, die damit verbunden sind, zeigen aber, wo das System Bahn in Deutschland wirklich steht. Es gibt sehr viel zu tun. Für Privatpersonen geeignete Fahrzeuge sind da noch das geringste Problem. Spontan auf unseren Schienen zu fahren, von einer Stunde auf die andere, das muss der Anspruch sein. Heute unvorstellbar. Da die DB Netz AG lieber in den Abbau von Gleisen investiert als in flexible Zukunftstechnik. Eigene Erfahrungen zeigen, dass es eine Woche gedauert hat, bis endlich ein “Slot” erteilt wird. Man übertrage solche Verkrustungen einmal auf den Flugverkehr! Da würde kein privater Jet mehr am Himmel unterwegs sein. Und kein Reisebus neben den Linienbussen wäre in den Großstädten zu sehen.

Immer noch fehlt eine Netzzentrale in Deutschland, die diesen Namen auch verdient. Es muss möglich sein, neben den regulären Zügen, die nach Fahrplan verkehren, von Hochleistungsrechnern jede beliebige Fahrtmöglichkeit errechnen zu lassen und Interessenten per Internet sofort bereit zu stellen. Das muss so schnell gehen, dass ein Zug, der in einem privaten Anschlussgleis wartet, kurz nach Bekanntgabe des Fahrtwunsches auf Reisen gehen darf. Dazu sollten weitere Serviceleistungen der DB Netz zählen, wie z.B. Mitteilung der nächstgelegenen Gleise zum Abstellen des Fahrzeugs über Nacht. Oder zum Tanken. Doch dieser fehlende Service einer staatlichen Behörde unter dem Deckmantel einer angeblich privaten Firma wird die Vision eines Wohnmobils auf Schienen noch für viele Jahre zu verhindern wissen.

Gibt’s schon!
Noch gibt’s keine speziellen Wohnmobil-Fahrzeuge. Doch war 2007 bei der Viechtacher Werkstatt ein Fahrzeug zu Gast, dass in die Kategorie “luxuriös” passt. Der Besitzer erzählte, er wird mit dem früher der US Army gehörenden Zug Vergnügungsfahrten vom Heimatstandort Karlsruhe aus machen. Auch nach Frankreich, wenn seine Frau gerade Lust auf so eine Tour hat. Es muss jedoch nicht gleich ein solch großes Fahrzeug sein. Auch ein alter, umgebauter Turmtriebwagen könnte den Zweck gut erfüllen. Vielleicht bunt bemalt, wie unten zu sehen? Mit Diesel- oder elektrischem Antrieb. Vielleicht würde das ein neues Geschäftsfeld für Hersteller von Freizeitmobilen? Ein sehr erfolgreiches Unternehmen hat seinen Sitz in Jandelsbrunn im Bayerischen Wald. Und Experten für individuelle Umbauten von Bahnfahrzeugen sind bei der Regental Fahrzeugwerkstätte in Viechtach zu finden.

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