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Donau-Wald-Fahrzeuge9

 Mit dem Firmenzug zum Arbeitsplatz.  

  Ein Konzept für den Transport von Pendlern und Gütern zwischen Werken.

Mit dem Auto ins Werk?
Ideal, wenn Schule oder Arbeitgeber direkt neben den Bahngleisen liegen. In der Region ‘Donau-Wald Deggendorf’ besteht dieser Vorteil, doch er wird bisher nicht genutzt. Schade, es wäre so einfach. Ein einfacher Bahnsteig mit Unterstand, der vor der Witterung schützt. Über eine Treppe ins Schulzentrum. Oder nach ein paar Schritten zum Hörsaal. Schon sprudelt der Berufsverkehr im Takt und entlastet die Straßen! Tausende Pendler profitieren davon. Natürlich kann nicht jeder mit der Bahn bis zur Haustüre fahren. Projekte in Baden-Württemberg zeigen: Neue Angebote wurden deutlich besser als erwartet angenommen. Gründe sind Sicherheit, Komfort und Kosten.  Auf den Zweitwagen kann verzichtet werden.

Das Konzept.
Die Idee: Pendler und die Lieferung von Teilen gemeinsam befördern. Zwischen großen Werken, z.B. in Regensburg, Dingolfing und Zulieferern in Hengersberg. Mehrmals täglich hin und her. Bei jedem Schichtwechsel sind allein über 200 Busse unterwegs. Die Alternative Bahn steht bisher nicht zur Verfügung, obwohl direkt in das Werk Gleise führen. Nicht nur Mitarbeiter, auch Autoteile in großer Zahl müssen pünktlich zur Montage im Werk sein. Was liegt da näher, als Mensch und Material gemeinsam zu befördern. Die Züge könnten sowohl für Beschäftigte, als auch für ganz normale Reisende unterwegs sein. Start und Ziel der Züge ist das Gelände der Unternehmen, doch lässt sich der Zugang auch für andere Fahrgäste ermöglichen.

Multifunktionaler Triebwagen.
Das Fahrzeug basiert auf einem aktuellen Fahrzeugtyp, ist bis zu 140 km/h schnell und kann rund 120 bis 140 Pendler und Fahrgäste aufnehmen. Natürlich sind auch längere Fahrzeuge oder zusammengekuppelte Züge vorstellbar. Zwischen den Schichtwechsel der Werke können die Züge für Mitarbeiter verkehren, die sie nach eigenem Fahrplan in ein anderes Werk bringen. Es ist davon auszugehen, dass beide Zugteile gut ausgelastet sind, da die Züge nicht im “Bayerntakt” der Staatsregierung verkehren. Sondern sich wesentlich an Schichtzeiten der Werke orientieren.

Be- und Entladen.
In den Triebwagen müssen sich auch sperrige Autoteile, wie z.B. Cabrio-Verdecke befördern lassen. Eine Hälfte des Triebwagens ist regulär für Fahrgäste gestaltet, die andere Hälfte ein Güterabteil mit großen Rolltoren. An den Haltestellen kann der Zug so stehen bleiben, dass die Gabelstapler auf eigener (noch zu schaffender) Zufahrt direkt das Rolltor erreichen können, wie in Hengersberg gut vorstellbar. Im Inneren des Zuges lassen sich Rollen im Boden installieren, damit die Transportcontainer von einer Person einfach hin und her zu bewegen sind.