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Donau-Wald-Fahrzeuge9

 Es ist Zeit für moderne Bahntrassen.  

   Vorschläge für Streckenbegradigungen der Bahnen im Bayerischen Wald.

Karte_Direktlinie

Kurvenreich.
Damals beim Bau der Lokalbahnen sparte man nicht mit den Gleiskurven. Warum? Um sehr kostengünstig zu bauen, mussten sich die Bahntrassen immer eng an den Verlauf von Bergen und Hügeln anschmiegen. Ergebnis: viel zu geringe Geschwindigkeiten für heutige Verhältnisse. Bestes Beispiel: die Waldbahn auf der böhmischen (tschechischen) Seite, siehe rechts im Bild. Genauo nachteilig waren die geringen Steigungen, die früher Dampflok bewältigen konnten. Die Umwege, um Höhe zu gewinnen, sind noch immer da. Besonders deutlich zu sehen an der Waldbahn zwischen Deggendorf und Gotteszell. Eine direkte Linie hätte den Anstieg  verdoppelt, zuviel für die damalige Bremstechnik langer Züge. Heute dagegen wären 2,5 % Steigung kein Problem mehr. Für leistungsstarke, leichte Fahrzeuge nur ein unnötiger Umweg, siehe links.

Begradigt.
Naheliegend wäre, Fehler der Vergangenheit endlich zu beseitigen. Doch nicht mal eine öffentliche Diskussion darüber findet statt. Wäre es eine Straße, die so gewunden in den Bayerischen Wald hineinführt, hätte man sie schon in den 1950er Jahren begradigt. Dabei überlegten die Bahnbauer schon 1874, statt der kunstvollen Schleifen hinter Deggendorf eine Direktverbindung über Hirschberg nach Gotteszell zu bauen. Die Linie würde um 10 km, die Fahrzeit um 10 Minuten kürzer, siehe die violette Markierung (links). Ebenso könnte das Hin und Her hinter Eisenstein auf der tschechischen Bahn entwirrt werden. Denn obgleich der lange Tunnel bei Spicak ideal gerade verläuft, sind die unmittelbaren Gleise davor und dahinter äußerst kurvenreich. Auch hier wäre eine Reduzierung der Fahrzeit um etwa 10 Minuten erreichbar, wenn die Trasse neu gebaut würde, siehe Markierung (rechts). Für einen schnellen Express von München nach Prag wäre mit den beiden hier gezeigten Begradigungen schon fast eine halbe Stunde eingespart. Das gilt natürlich auch für die regulären Züge der Waldbahn. Und die Kosten sind auch nicht viel höher als für den nächsten Ausbau der B 11.

Karte_Eisenstein