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Donau-Wald-Fahrzeuge9

 Wieder mehr saisonale Güterverkehre.  

  Andere Länder zeigen seit Jahren rationellen Zuckerrübenverkehr per Bahn.

Fehler der Vergangenheit.
Früher einmal war die DB Großkunde der Landwirtschaft. Längst vorbei und kaputt rationalisiert. Noch 1989 waren in Ostbayern Zuckerrüben in langen Güterzügen zu sehen. Dann kamen die LKW - auf Kosten der Landwirte. Nun verpflichteten die Zuckerrübenfabriken alle Lieferanten, ihre Rüben ausschließlich auf der Straße anzuliefern. Weit entfernte Anbaugebiete hatten das Nachsehen. Und die Bahn wollte sparen und ihren überalterten Wagenpark los werden. Hinzu kamen aufwändige, mechanische Anlagen zur Verladung der Rüben. Unnötigerweise, wie sich längst herausgestellt hat. Auch wurde behauptet, es sei absolut unwirtschaftlich, einen speziell saisonalen Fuhrpark dafür vorzuhalten. Lkw könnten im Rest des Jahres auch mit anderweitigen Aufgaben ausgelastet werden. Da frägt man sich doch: Güterwagen nicht?? Und gibt es keine Ideen für das Zurückholen von Zuckerrüben auf die Schiene?

Das Konzept.
Nach dem österreichischen Vorbild (siehe rechts) fahren private Bahnbetreiber Züge wieder in die Fabriken. Entfernte Fabriken lassen Zuckerrüben mit der Bahn anrollen. Landwirte liefern die Früchte zu einem nahe gelegenen Lagerplatz mit Gleisanschluss. Dieser kann von einer Genossenschaft betrieben werden. Auf großen Haufen gelagert lädt die Baumaschine Rüben in die Eisenbahnwagen. Täglich fahren geschlossene Züge in die Fabrik. So bleibt der Bevölkerung die Belastung durch LKW-Fahrten erspart. Warum nicht auch in Plattling? Die Laster sind eine Last, wenn sie Tag und Nacht mitten durch die Städte und Orte donnern. Zudem ist es bei den hohen Energiekosten nicht ökonomisch, die im Vergleich zu einem Zug winzige Mengen von vielen Dieselmotoren und vielen Fahrern befördern zu lassen. Auch zahlen die so hervor gerufenen Schäden der Straßen die Steuerzahler.

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           Rübenverkehr in Österreich.

Unsere Nachbarn haben nie aufgehört, Rüben ökologisch auf der Schiene zu transportieren. Jeden Herbst sind lange Güterzüge ausschließlich mit Rüben zu sehen. Die Güterwagen sind zu diesem Zweck aus ganz Europa angemietet. Schließlich dauert die Rübenernte nur wenige Wochen. Notwendig dafür sind an zentralem Ort eine große ebene Lagerfläche von etwa 50 x 50 m. Daneben ein Ladegleis von etwa 200 Meter Länge. Für jede Ladestelle zusätzlich erforderlich: eine Waage, ein Radlader und zwei Mann Personal. Diesellok und der Lokführer kommen von der ÖBB. Die offenen Güterwagen werden von europäischen Bahnen angemietet. Auf dem Weg in die Fabriken, z.B. in Tulln, werden Zugteile so vereinigt, dass ein langer Güterzug entsteht. Zur selben Zeit fährt ein Leerwagenzug in Gegenrichtung, um zur erneuten Verladung bereit zu stehen. So werden Züge und die zwei Loks optimal genutzt!