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Donau-Wald-Fahrzeuge9

 Abfalltransporte für die Schiene.  

  Übernahme des ostbayerischen Transportkonzeptes für alle Regionen.

Der Skandal um den Müll.
Nicht der in den Zeitungen bekannt gewordene Fall ist hier gemeint. Sondern die Ungereimtheiten beim Mülltransport auf der Schiene. Bekanntlich wird Müll in Ostbayern in zwei Kraftwerken verbrannt. Sehr umweltfreundlich verlangen zwei Zweckverbände, dass Abfall zu den Umladestationen im jeweiligen Landkreis gebracht wird. Gepresst geht der Müll in speziellen Behältern auf Reisen. In Südostbayern fährt ZAS einen langen Zug zum Heizkraftwerk Burgkirchen bei Burghausen. In Nordostbayern ist die ZMS mit ihrem Kraftwerk in Schwandorf zuständig. Je mehr Wagen der jeder Zug hat, um so günstiger für die Zweckverbände. Der Zweckverband Donau-Wald sieht das anders. Mit ihrer Verweigerung haben sich die vier Landkreise Deggendorf, Regen, Freyung-Grafenau und Passau ins Abseits gestellt. Selbst das Angebot der Firma Kusser in Eging, neben dem Transport des eigenen Granits auch noch den Müll auf der Schiene zu befördern, wurde von der Deutschen Bahn und der Lokalpolitik ausgeschlagen. Obwohl die Deponie in Außernzell teilweise geräumt werden musste, hat man damit eine LKW-Spedition beauftragt. Der Müll wurde fast täglich ins 165 Kilometer entfernte Heizkraftwerk München Nord über unsere Straßen gekarrt. Obwohl die thermische Verwertung sinnvoller ist, als den Abfall einfach in unserer Landschaft zu verbuddeln, ist die ökologische Bilanz dieser unsinnig belastenden Verkehre verheerend.

Diese dogmatische Unvernunft hat indirekt zum Ende des Güterverkehrs nach Eging und nach Freyung beigetragen. Demgegenüber sorgt der Müllverkehr von Mühldorf nach Marklkofen weiterhin für den Erhalt der Bahnstrecke. Dabei sollten sich die vier recht eigenbrötlerischen Landkreise an die Netze der ZMS und ZAS anschließen. Dies ist aus ökonomischen und aus ökologischen Gründen naheliegend. Offensichtlich gibt es aber für das Licht der Öffentlichkeit nicht geeignete Argumente von Politik und Wirtschaft.

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Konzept für weitere Züge.
Die Idee ist, die bisher nicht angeschlossenen Landkreise mit eigenen Umladestellen zu versehen und an die bereits bestehenden Müllzüge der ZMS und ZAS anzubinden. Für Deggendorf wäre das Außernzell auf der ehemaligen Bahn zwischen Hengersberg und Eging. Vom einer künftigen Ladestelle Regen gingen Wagen über die Waldbahn nach Deggendorf, wo die Zugteile vereinigt über Straubing zum Kraftwerk nach Schwandorf gebracht werden.

Freyung-Grafenau hätte die Möglichkeit, seinen Müll z.B. in Waldkirchen an der Bahnlinie Passau - Freyung auf die Schiene zu verladen. Der Landkreis Passau schließlich könnte seinen Zugteil damit z.B. in Pfennigbach ergänzen und über die Rottalbahn zur Verwertung in Burgkirchen weiter fahren. Diese Züge wären groß genug, um recht wirtschaftlich betrieben zu werden. Einen Bericht über den Status des Müllverkehrs auf der Schiene im Jahre 2001 lesen Sie
HIER.