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 Zukunftssicher durch Elektrifizierung.

  Österreichs Bahnen beweisen, die Umstellung für Nebenstrecken lohnt sich.

Elektrifizierung?
Als die ersten Bahnlinien in Bayern gebaut wurden, steckte die elektrische Energie noch in den Kinderschuhen. Als es dann in den 1920ern soweit war, bekamen die großen Hauptstrecken sehr leistungsfähige Oberleitungen und elektrische Lokomotiven. Doch selbst davor zeigte sich auf der Bahn zwischen Murnau und Oberammergau, dass die Elektrizität für kleine Lokalbahnen ökonomisch ist. Wichtige Voraussetzung dabei war aber das Vorhandensein von billiger Wasserkraft. In den Alpen kein Problem, bei uns in Niederbayern hingegen schon. Auch nach dem Krieg war die weitere Elektrifizierung von Bahnstrecken nur recht zögerlich und den großen Magistralen vorbehalten. Zum Beispiel kann man zwischen Plattling und Landshut erst seit 1976 (!) elektrisch fahren. Für die Nebenbahnen hingegen blieben zwei Probleme bestehen: Elektrifizierung nach den Normen der Deutschen Bundesbahn viel zu teuer und der Bau neuer Kraftwerke nicht durchsetzbar.

Elektrifizierung!
Inzwischen haben sich die Verhältnisse geändert. Denn nun - Stichwort Energiewende - soll in großem Umfang erneuerbare Energie entstehen. Zu günstigen Preisen unabhängig von denen der fossiler Brennstoffe. Das gibt neue Perspektiven für umweltfreundliche Antriebe der Züge und Lokomotiven. Blickt man nach Österreich (siehe rechts), hat man dort schon früh erkannt, dass nicht die extremen technischen Anforderungen der Staatsbahnen nötig sind, um Nebenstrecken mit Fahrdraht auszurüsten. Der Aufwand dafür wäre sehr überschaubar. Idealer Weise würde die Energie, die die Züge dann im täglichen Betrieb benötigen, auch aus einer Quelle erneuerbarer Energie der Region kommen. Die Belastung mit Dieselabgasen hat ein Ende und auch die ökonomische Bilanz kann sich sehen lassen. Mit jedem Jahr elektrischen Betrieb amortisieren sich die Anfangskosten zunehmend.

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           Elektrifizierung in Österreich.

Unsere Nachbarn bei der Privatbahn “Stern & Hafferl” haben bereits 1894 weitsichtig Dampfkraftwerke sowie Bahnlinien mit elektrischer Fahrleitung gebaut. Seither fahren die Züge dort ohne Abgase und mit geringsten Betriebskosten, da keine Abhängigkeit von großen und gierigen Energiekonzernen besteht. Im Gegenteil werden zusätzliche Arbeitsplätze in der Region gesichert. Auch steht der Bahnbetrieb auch dann nicht zur Disposition, wenn nur relativ wenige Fahrgäste mitfahren. Technisch können die Anlagen von den eigenen Mitarbeitern gut instandgehalten werden. So werden z.B. für Masten an der Bahnlinie bewusst Holz verwendet, da diese sich bei Schäden sehr einfach und preiswert ersetzen lassen. Es ist nur schwer zu verstehen, warum in Österreich die so viel beschworene “Nachhaltigkeit” seit über 100 Jahren praktiziert wird, während man bei uns nur davon spricht.