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Donau-Wald-Fahrzeuge9

 Rationelle Bereitstellung von Fracht.  

  Der Einzelwagenverkehr der Zukunft braucht Reisezüge plus Güterwagen.

Der Einzelwagenverkehr.
Viel zu aufwändig und damit zu teuer sei der früher auf allen Bahnstrecken übliche Güterverkehr. Wo meist sehr große Lokomotiven wenig Wagen über lange Zweigbahnen transportierten. Personalintensiv und längst nicht mehr zeitgemäß. Allen Systemvorteilen der Eisenbahn entgegen gerichtet. Dafür, sagte Mehdorn, sei der LKW viel besser geeignet. Woher aber kommen all die Güterwagen, die zu den großen Ballungsräumen fahren sollen?

Pfiffige Lösungen für rationellen Betrieb einzelner Wagen sind gefragt! Einzelwagenverkehr gibt es noch heute bei unseren Nachbarn in Österreich und der Schweiz. Auch für unsere Verhältnisse gut geeignet und ohne riesigen Personalaufwand. Es ist möglich, einzelne Wagen selbst zu abgelegenen Gleisanschlüssen schnell und häufig zu bringen. Bei geringen Kosten und einfachen Abläufen. Vorausgesetzt moderne Technik und Betriebsabläufe, die in Deutschland vielfach noch nicht eingesetzt wird. Dazu zählen spezielle Zwei-Wege-Fahrzeuge für Straße und Schiene, siehe Bild unten:

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Das Konzept.
Von Personenzügen befahrene Gleise, ein Anschlussgleis und ein Zwei-Wege-Unimog. Die Idee, wie z.B. in der Schweiz schon längst praktiziert: Planmäßige Triebwagen im Regionalverkehr hängen ein oder zwei Güterwagen an. Da viele Züge im Stundentakt verkehren, kann so über den Tag ein langer Güterzug in “die Fläche” transportiert werden. Und wieder zurück. Ohne dass es dafür einer Diesellok, weiterer Lokführer oder Rangierer bedarf.

Beispiel Pankofen.
An der Haltestelle trifft der Waldbahn-Triebwagen mit dem angehängten Güterwagen ein. Der Lokführer drückt im Führerstand einen Schalter. Der angehängte Wagen wird gebremst, die automatische Kupplung am Zug trennt sich. Die Waldbahn fährt weiter, der Güterwagen bleibt stehen. Im Anschlussgleis wartet schon ein Zweiwege-Unimog. Sein Fahrer stellt die Weiche um und fährt auf den Schienen an die Wagen. Angekuppelt geht es zurück ins Werk. Nur wenn die Weiche richtig steht, darf die Waldbahn an die Haltestelle fahren. Notwendig sind vor allem Wagen mit automatischer Mittelpufferkupplung. Da die DB AG ihre Güterzüge lieber mit Schraubenkupplungen fährt, muss ein speziell ausgerüsteter privater Güterzug innerhalb Deutschland verkehren.